Das Österreichische Kulturzentrum im Palffy seit 40 Jahren im Dienste der Kulturvermittlung.
Es war schon immer ein Hauptanliegen des bereits seit mehr als 50 Jahren bestehenden Österreichischen Kulturzentrums im Palais Palffy, Raum für künstlerische Aktivitäten zu schaffen. Die Wurzeln des Wiener Palais, das auch den Namen Österreich-Haus trägt, reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück.
Im 14. Jahrhundert befand sich an Stelle des Palais im 14. Jahrhunderts so genannte landesfürstliche Kanzlei. Anfang des 16. Jahrhunderts ging das Anwesen in den Besitz des Grafen Maithenburg und später der Familie Kinsky über. Das Palais Kinsky wurde allerdings durch den nächsten Besitzer Rudolf von Khuen von Belasy, Freiherr von Lambach durch ein neues Palais im Renaissancestil ersetzt, beziehungsweise umgebaut, das im Laufe der Zeit durch Zukäufe erweitert wurde.
Die Tochter von Rudolf von Khuen von Belasy heiratete schließlich Paul Graf Pálffy und brachte so das Palais im Jahre 1684 in den Besitz der Fürstenfamilie Pálffy von Erdöd die ein begütertes Adelsgeschlecht in Österreich-Ungarn war. Sie stammten von der Bibersburg (slowakisch Červený Kameň, ungarisch Vöröskő ) in der heutigen Slowakei oder aus Várfalva in Siebenbürgen (heute Moldoveneşti in Rumänien) und stellten in der Habsburger Monarchie bekannte Offiziere und Beamte.
Im Palais Palffy trat Wolfgang Amadeus Mozart gemeinsam mit seiner Schwester im Alter von sechs Jahren im Jahre 1762 als Wunderkind auf und in privatem Kreis präsentierte er im Jahre 1786 hier erstmals die Oper „Die Hochzeit des Figaro“.
Nach Beendigung des Ersten Weltkrieges ging das Palais Pálffy am Josefsplatz in Staatsbesitz über. Im Jahre 1944 wurde das Anwesen durch einen Bombenangriff schwer beschädigt und in den Nachkriegsjahren wieder aufgebaut.
Dabei wurde die Fassade des Palais rekonstruiert und das Innere weitgehend durch den Architekten Robert Kramreiter (1905 – 1965) neu gestaltet.
Sehenswert ist das Stiegenhaus, das als hervorragendes Dokument der Zeit gilt.
Heute wird das Palais Pálffy am Josefsplatz vor allem für Kulturveranstaltungen und Ausstellungen genutzt. Nahezu unübersehbar ist die Zahl der unterschiedlichen Ausstellungen und Präsentationen, die hier stattfinden. Hier war der Hagenbund präsent, die Wiener Schule des Phantastischen Realismus wurde gefördert, Salvador Dali, Helmut Qualtinger, Oskar Werner, Marylin Monroe, der Micky Maus waren Ausstellungen gewidmet. Der Kunstverein Süd Ost, Künstler des Neojapanism, Bulgarische Kunst, Kosovarische Kunst waren hier im Vergleich zu österreichischer Kunst zu sehen und neben den regelmäßig im Palais Palffy stattfindenden klassischen Konzerten sorgt eine Fülle unterschiedlichster künstlerischen Angeboten für ein reiches kulturelles Angebot.
Heute kann man im Stiegenhaus die Dauerausstellung des weltbekannten Brunnenbildhauers Hans Muhr bewundern und sein Grünes Zimmer, ein ursprünglich schmuckloser Innenhof des Palais, wird nun durch heiteres Plätschern (soweit sich nicht die Nachbarn wegen Lärmbelästigung aufregen!) und Steinskulpturen belebt. Der Innenhof als Ort der Kontemplation und Ruhefindung – fernab des hektisch pulsierenden Alltags, der vor den Toren wogt.
Im Frühjahr des Jahres wurde die Galerie im Palais Palffy eröffnet, deren Besonderheit im Aufspüren und der Präsentation zeitgenössischer österreichischer Künstler liegt, deren Duktus mit der österreichischen Maltradition verwoben ist.
Neu sind die in regelmäßigen Abständen stattfindenden Dinner Konzerte, die mit wechselndem Motto wie zum Beispiel „A Tribute to Benny Goodman“, oder „Erinnerungen an Fatty George“ die Anwesenden begeistern.
Der „Palffy Club“, eine Cocktail Bar im Keller des Hauses belebt nun das Haus durch wechselnde Events das alte Haus am Josefsplatz und der BravDa-Salon, der jeweils am ersten Mittwoch des Monats stattfindet und damit der offene Kulturcharakter des bürgerlichen Salons in dem ja früher auch Revolutionäre zugange waren, verdeutlicht. Dies unter dem Motto: Mehr Kultur-Gespräch und Gesprächs-Kultur. Dieser Salon rankt sich um die Kulturzeitung BravDa, die ja neue Maßstäbe setzt und sich weniger um die hoch geförderte Staatskunst kümmert.
Das Palais Palffy bietet aber auch die Möglichkeit, die einzigartigen Räumlichkeiten für Veranstaltungen zu mieten. Das Angebot reicht dabei von der einfachen Vermietung bis zur Vorbereitung und Betreuung verschiedenster Projekte, von Vorträgen, Tagungen über Gala-Dinners und Hochzeiten, bis hin zu Empfängen, Präsentationen und Konferenzen.